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Einrichten von Sperren

CONZEPT 16-Server - Einrichten von Sperren Beschreibung der Sperren im CONZEPT 16-Server Hot-Standby Betrieb

Das Verhalten beim Ausfall eines der beiden Hot-Standby Server wird auch von Sperren innerhalb der Datenbanken beeinflusst. Diese Sperren können durch das System automatisch gesetzt und im Client-Dialog "Service" manuell wieder entfernt werden (siehe auch Installation der Hot-Standby Option / Einstellungen ).

  • Login / Aktivierung Diese Sperre wird beim Öffnen einer Datenbank im Standby-Modus gesetzt, falls die Option Automatische Aktivierung nicht ausgewählt ist. Die Sperre verhindert das Öffnen der Datenbank im aktiven Modus. Falls der Standby-Server den Ausfall des aktiven Servers erkennt, schließt er die Standby-Datenbank. Versucht nun ein Benutzer die Datenbank zu öffnen, wird zunächst wieder nach dem aktiven Server gesucht. Kann dieser nicht gefunden werden, muss die Datenbank auf dem Standby-Server aktiviert werden. Ist die Aktivierungs-Sperre gesetzt, so muss diese zunächst entfernt werden, bevor sich Benutzer an die Datenbank anmelden können. Der Benutzer bekommt folgende Fehlermeldung: Da in der Regel ein möglichst nahtloser Übergang vom Primärserver zum Sekundärserver gewünscht ist, sollte bei der Sekundärdatenbank die automatische Aktivierung aktiv sein. Sollen sich allerdings die Benutzer bei einem Ausfall des Primärservers beim Administrator melden, kann der Eintrag Automatische Aktivierung auch auf dem Sekundärsystem deaktiviert werden. Die Sperre in der Datenbank muss dann mit der Aktion Freigabe für Login wieder entfernt werden.
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Mit der Aktion "Freigabe für Login" wird die Sperre für das Hot-Standby-System entfernt. Die Funktion "Login freigeben" wird verwendet, um die Aktion "Login sperren" aufzuheben. Diese Aktion wird verwendet, um keine neuen Anmeldungen an eine Datenbank zuzulassen, weil diese zum Beispiel für Wartungszwecke geschlossen werden soll.

In der Datenbank auf dem Primärserver sollte die automatische Aktivierung nicht ausgwählt sein. Für den Fall, dass der Sekundärserver ebenfalls abgeschaltet und der Primärserver vor dem Sekundärserver aktiviert wird, kann dadurch verhindert werden, dass die Benutzer mit einem alten Stand der Datenbank arbeiten.

  • Synchronisation Diese Sperre wird nur beim Öffnen der aktiven Datenbank gesetzt, wenn die Option Automatische Synchronisation nicht ausgewählt ist. Die Sperre verhindert das Überschreiben der jeweilgen Datenbank durch einen Synchronisations-Vorgang. Falls der aktive Server anhand der Zeitstempel erkennt, dass die Standby-Datenbank auf einem veralteten Stand ist, wird diese mit der Datenbank auf dem aktiven Server synchronisiert. Falls die automatische Synchronisation deaktiviert wurde, muss zunächst die Sperre manuell entfernt werden (Servicefunktion Freigabe für Synchronisation ). Bei der Sekundärdatenbank muss die automatische Synchronisation aktiviert sein, da sonst kein korrekter Hot-Standby-Betrieb möglich ist. Auf der Primärdatenbank sollte die automatische Synchronisation verhindert werden. Der Sekundärserver würde nach einem erneuten Start des ausgefallenen Primärservers sofort wieder eine Verbindung herstellen und die Datenbanken abgleichen, ohne das zuvor eine vollständige Überprüfung des Primärsystems möglich wäre. Ist die Ursache für den Primärserverausfall behoben, kann die Sperre über die Aktion Freigabe für Synchronisation wieder entfernt werden. Die Synchronisation der Datenbanken erfolgt dann beim nächsten Verbindungsaufbau durch den aktiven Server.
  • Rollback Diese Sperre wird beim Öffnen der aktiven als auch der Standby-Datenbank gesetzt. Die Sperre verhindert die automatische Durchführung eines Rollbacks beim Öffnen einer nicht korrekt geschlossen Datenbank. Der Benutzer bekommt folgende Fehlermeldung angezeigt: Beim Ausfall eines Servers (dies ist meist Grund für nicht korrekt geschlossene Datenbanken) übernimmt in der Regel das Standby-System die aktive Rolle, wodurch keine Notwendigkeit besteht, auf der ehemals aktiven Datenbank ein Rollback durchzuführen. Sollte aber zum Zeitpunkt des Ausfalls der Hot-Standby-Betrieb unterbrochen sein (beispielsweise wenn der Sekundärserver abgeschaltet ist), muss ein Rollback der Datenbank vorgenommen werden. Dazu muss vorher die Sperre entfernt werden (Servicefunktion Freigabe für Rollback ). Vor dem Entfernen einer Rollback-Sperre sollte in jedem Fall der Zustand und die Aktualität der Datenbanken auf Primär- und Sekundärsystem überprüft werden, um ein versehentliches Rollback auf einer nicht mehr aktuellen Datenbank auszuschließen. Die Zeitstempel der Datenbanken können über die Web-Administration ermittelt werden.
  • Standby-System nicht verfügbar Diese Sperre wird beim Öffnen der aktiven als auch der Standby-Datenbank gesetzt, wenn in den Einstellungen der Eintrag Login sperren wenn Standby-Server nicht mehr verfügbar gesetzt ist. Ist das zweite System (Primär- oder Sekundärserver) nicht erreichbar, kann die Datenbank nicht geöffnet werden. Der Benutzer erhält folgende Fehlermeldung: Mit dieser Sperre kann verhindert werden, dass die Datenbank geöffnet wird, ohne den Zustand der zweiten Datenbank ermitteln zu können. Die Sperre kann mit der Servicefunktion Freigabe für Öffnen ohne Standby entfernt werden.
  • Datenbank im Standby-Modus Versucht ein Benutzer eine Datenbank zu öffnen, die im Slave-Modus betrieben wird, wird folgende Fehlermeldung angezeigt: Der Benutzer muss die Datenbank auf dem Server öffnen, auf dem sie als "Master" betrieben wird.
  • Datenbank ist durch den Administrator gesperrt Datenbanken können durch den Administrator über die Servicefunktion Login sperren für weitere Anmeldungen gesperrt werden. Benutzer, die sich an die Datenbank anmelden wollen, bekommen folgende Fehlermeldung: Bereits angemeldete Benutzer können abgemeldet werden, um zum Beispiel Wartungsfunktionen an der Datenbank durchführen zu können.