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ODBC-Datenquellen einrichten

Die ODBC-Schnittstelle - Datenquellen einrichten Einrichten von Datenquellen

Das Einrichten von Datenquellen erfolgt im ODBC-Datenquellen-Administrator. Bevor eine Datenquelle über den ODBC-Treibermanager angesprochen werden kann, muss der entsprechende ODBC-Treiber installiert und die Datenquelle dem Manager bekanntgegeben werden. Der Data-Source-Name-Manager (ODBC Datenquellen Administrator) wird über die Systemsteuerung im Bereich Verwaltung gestartet. Datenquellen können in den Registerkarten Benutzer-DSN, System-DSN und Datei-DSN eingetragen werden. Die Datenquellen sind je nach Eintragung nur von einem Benutzer, von allen Benutzern des Systems oder von Netzwerkbenutzern zugänglich.

Über die Schaltfläche [Hinzufügen...] können neue Datenquellen eingerichtet werden. Nach dem Drücken der Schaltfläche erscheint folgender Auswahldialog:

In der Liste wird der gewünschte ODBC-Treiber ausgewählt und die Schaltfläche [Fertig stellen] angeklickt.

info

Unter 64-Bit-Systemen zeigt die Liste kaum einen ODBC-Treiber an. Hier werden nur die 64-Bit-Treiber angezeigt. Um den ODBC-Treibermanager für die 32-Bit-Treiber zu starten, muss aus dem Windows-Verzeichnis, aus dem Unterverzeichnis SysWoW64 das Programm OdbcAd32.exe gestartet werden. Von 64-Bit-Programmen können nur 64-Bit-Datenquellen geladen werden, von 32-Bit-Programmen nur 32-Bit-Datenquellen.

Die weitere Vorgehensweise hängt vom ausgewählten ODBC-Treiber ab:

CONZEPT 16-ODBC-Treiber

Um eine CONZEPT 16-Datenbank eintragen zu können, muss die CA1-Datei vorhanden und beim CONZEPT 16-Server eingetragen sein. Nach dem Drücken der Schaltfläche [Fertig stellen] erscheint folgender Dialog:

Der CONZEPT 16-Treiber benötigt für die Datenquelle einen Namen, der im Feld "Datenquelle" eingetragen wird. Über den Namen der Datenquelle greifen später die Programme auf die Datenbank zu. Danach wird der Name oder die IP-Adresse des CONZEPT 16-Datenbank-Servers im Feld "Server" eingetragen.

Im Feld "Datenbank" wird der Name der Datenbank oder der Pfad und der Dateiname (ohne Dateierweiterung .CA1) angegeben. Die Eintragung entspricht der Eintragung beim CONZEPT 16-Server.

Die Angabe einer Beschreibung und einer Startprozedur ist optional und kann entfallen. Nähere Informationen zur Startprozedur befinden sich im Abschnitt Funktionen .

Einige Programme können Werte aus ganzzahlig kurzen Feldern (16-Bit Integer ohne Vorzeichen) nicht korrekt verarbeiten. Damit in diesen Fällen trotzdem ein vernünftiger Zugriff auf die Daten möglich ist, kann durch einen Haken bei "int16-Felder als int32 darstellen" erreicht werden, das sich ganzzahlig kurze Felder nach aussen als ganzzahlig lang (32-Bit mit Vorzeichen) darstellen. In diesen Feldern können nach wie vor nur Werte im Bereich von 0 bis 65535 gespeichert werden.

Bei Verwendung der Passdown Filter werden die Filterkriterien der SELECT-, UPDATE- und DELETE-Statements komplett an den Server geschickt und von diesem verarbeitet. Dieser gibt nur die passenden Datensätze an den ODBC-Treiber zurück. Über "Passdown Filter deaktivieren" kann die Passdown Technologie abgeschaltet werden. Dadurch werden bei einem Statement die Daten durch den ODBC-Treiber komplett vom Server gelesen und vom Treiber verarbeitet und ausgewertet.

Mit der Einstellung "Leere alpha-Felder als NULL darstellen" wird definiert, dass leere alpha-Felder als NULL-Wert übertragen werden.

Im folgenden einige Beispiele für die Definition von Datenquellen, die sich mit einem CONZEPT 16-Server auf unterschiedlichen Betriebssystemen verbinden:

Windows-ServerLinux-Server
ProtokollTCPTCP
Server127.0.0.1DBSERV
DatenbankAuftrag/c16/db/auftrag

Im Falle des Windows-Servers wurde der symbolische Namen der Datenbank angegeben, bei Linux der komplette Datenbankpfad. Unter beiden Plattformen sind beide Angaben möglich. Mit der ODBC-Schnittstelle kann ebenfalls die HotStandby-Option des Servers genutzt werden. Im Eingabefeld "Server" werden dann beide IP-Adressen der Server durch ein Plus-Zeichen getrennt angegeben.

Bei der Verwendung einer Datei-DSN müssen in der erzeugten Datei folgende Einträge vorhanden sein:

  • Eintrag: Bemerkung
  • [ODBC]
  • DRIVER=CONZEPT 16 ODBC-Treiber (32 bit): Name des CONZEPT 16-ODBC-Treibers
  • SERVER=<servername>: Servername oder IP-Adresse
  • DB=<db-name>: Name der Datenbank
  • STARTPROC=<prozedurname>: Startprozedur (optional)
  • UID=<user-name>: Benutzername (optional)

Ein Datei-DSN kann beispielsweise im Netzwerk verwendet werden, um von Programmen auf unterschiedlichen Rechnern auf die selbe Datenquelle zuzugreifen, ohne dass die Datenquelle auf allen Rechnern eingerichtet werden muss. Lediglich der Treiber muss auf allen Rechnern vorhanden sein.

Andere ODBC-Treiber

Die Definition einer Datenquelle ist für jeden ODBC-Treiber anders. Die notwendigen Eintragungen in der Konfiguration müssen der Dokumentation des entsprechenden ODBC-Treibers entnommen werden.