Diagnoseresultate
CONZEPT 16-Server - Diagnoseresultate Beschreibung der Resultate nach der Durchführung einer Datenbankdiagnose
Umfang der Datenbankdiagnose
Der CONZEPT 16-Datenbankserver verfügt über Funktionen zur Überprüfung und Reparatur von Datenbanken (Siehe Datenbankdiagnose ). Das Ergebnis einer solchen Funktion wird, wenn möglich durch den Client angezeigt und in jedem Fall in der Datei <Datenbankname>*.dgn im Verzeichnis der Datenbank abgelegt. Das Diagnoseresultat kann mit einem Texteditor betrachtet werden. Am Anfang des Resultates steht der Name der diagnostizierten Datenbank, die Art der Diagnose und Datum sowie Uhrzeit des Diagnosestarts.
Im Diagnoseresultat werden alle überprüften Baumstrukturen der Datenbank aufgeführt. In der Datenbank sind dabei die Bäume mit den Nummern 0-39 und 65001-65013 fest vergeben. Bäume mit den Nummern 40 - 65000 werden dynamisch an Dateien und Schlüssel vergeben.
Folgende festvergebene Bäume sind definiert:
- 0: Baumverzeichnis
- 1: Textinhalte
- 2: Prozedurtexte
- 3: Prozedurcode
- 4: Hilfetexte
- 5: Notizbücher
- 6: Notizbücher
- 7: Notizbücher
- 8: Notizbuchnamen
- 10: Druckertreiber
- 11: Druckertreiber
- 12: Bemerkungen
- 13: Prozedurinformationen
- 14: Listenformate
- 15: Selektionen
- 16: Selektionen
- 17: Menüs
- 18: Zählerstände
- 19: Selektionen
- 20: Transfers
- 21: Transfers
- 22: Transfers
- 23: Textgruppen
- 24: Textverzeichnis
- 25: Benutzer
- 26: Benutzer
- 27: Benutzer
- 28: Dateiparameter
- 29: Basisparameter
- 30: Datenstruktur
- 31: Datenstruktur
- 32: Datenstruktur
- 33: Datenstruktur
- 36: Funktionstastenbelegungen
- 37: Hilfetexte
- 38: Datenstruktur
- 65001: Listenelemente
- 65002: Listenelemente
- 65003: Listenelemente
- 65004: Zugriffslisten
- 65005: Druckertreiber
- 65006: Zugriffslisten
- 65007: Zugriffslisten
- 65008: Prozedurinformationen
- 65010: GUI-Objekte
- 65011: GUI-Objekte
- 65012: Daten binärer Objekte
- 65013: Daten binärer Objekte
Diagnoseresultate
Im Diagnoseresultat stehen hinter dem Namen des diagnostizierten Bereichs in eckigen Klammern die ermittelte Anzahl von Einträgen und das Diagnoseergebnis für diesen Bereich.
Baumstruktur 42 Schlüssel 1 / 2 [ 2235] : ok
Dieser Eintrag bedeutet, das der Baum 42 zum zweiten Schlüssel der Datei 1 gehört, 2235 Einträge hat und die Struktur des Baumes in Ordnung ist. Bei Fehlern steht der Fehlerwert in Klammern hinter dem Ergebnis.
Baumstruktur 43 Schlüssel 1 / 2 [ 1006] : Defekt (5)
Baumstruktur 44 Schlüssel 1 / 2 [ 2235] : Repariert (1)
Am Ende des Diagnoseresultates wird der diagnostizierte Status der Datenbank und die Dauer der Diagnose vermerkt. Folgende Diagnosergebnisse sind möglich:
- Ok Es wurden keine Fehler oder Defekte in der Datenbank festgestellt.
- Defekt Die Datenbank beinhaltet Fehler.
- Korrigiert Das Recover hat Fehler korrigiert.
Verhalten bei Diagnoseoptionen
Wird eine Datenbankdiagnose mit der Recover-Option durchgeführt, werden Defekte in der Datenbank repariert. Bereiche, in denen der Recover-Lauf erfolgreich Reparaturen vorgenommen hat, werden im Diagnosresultat als "Repariert" oder "Korrigiert" markiert. Konnte der Defekt nicht behoben werden, steht im Resultat weierhin "Defekt". Dabei wird zwischen den folgenden Defekten unterschieden:
- Fehler in der Speicherverwaltung Fehler in diesem Bereich werden ohne Auswirkungen auf den Datenbestand korrigiert.
- Baumdefekte Bei einem defekten Baum wird dieser neu aufgebaut. Dabei werden alle Daten, die in der Datenbank zu diesem Baum gefunden werden, verwendet. Je nach Defekt des Baumes und Zustand der Datenbank kann dabei ein Datenverlust auftreten.
- Fehler bei Schlüsselwerten Die Zählerstände von Schlüsselwerten können durch das Recover korrigiert werden, Schlüssel-Kollisionen (die doppelte Vergabe eines Schlüssels) können dagegen nicht automatisch beseitigt werden. In diesem Fall muss der betroffene Datenbereich exportiert, in der Datenbank gelöscht und wieder importiert werden.
- Fehler bei binären Objekten Defekte oder logische Zuordnungsfehler bei binären Objekten werden vom Recover durch das Löschen der defekten Objekte beseitigt.
Werden bei der Diagnoseoption "Schlüsselanalyse und -reparatur" Fehler festgestellt oder Korrekturen vorgenommen, tauchen diese folgendermaßen im Diagnoseresultat auf. das Diagnoseresultat lautet bei behobenen Fehlern "Korrigiert".
- unvollständige Sätze Bei Datensätzen in der angegebenen Datei ist der Satzanfang vorhanden, es fehlen aber Inhalte der Teildatensätze oder der Felder.
- gelöschte Sätze Diese Sätze konnten nicht korrekt entpackt werden und wurden gelöscht.
- gelöschte Satzfragmente Hierbei wurden Bruchstücke von Datensätzen entfernt, die nicht mehr zugeordnet werden konnten.
- eingefügte Schlüssel Dies ist die Anzahl von fehlenden und eingefügten Schlüsselwerten.
- gelöschte Schlüssel Diese Schlüssel waren abweichend vom Datensatz oder konnten keinem Datensatz zugeordnet werden.
- Wertekollisionen Die Anzahl von doppelten Werten bei eindeutigen Schlüsseln. Diese Fehler kann die Schlüsselanalyse nicht selbstständig korrigieren. Ein Administrator mit Zugriff auf die Datenbankstruktur muss daher diese Fehler beheben.
Behandlung von Defekten in der Datenbank
Bei der Diagnose können Baumdefekte unterschiedlicher Fehlerklassen ermittelt werden. Bei den Fehlernummern 1 bis 4, 21 bis 24 und 36 bis 37 handelt es sich um Fehler im Aufbau des Baumes. Die Fehlernummern 5 bis 9 und 32 bis 35 kennzeichnen Fehler in einem einzelnen Segment des Baumes. Da die Diagnose des Baumes beim ersten ermittelten Fehler abgebrochen wird, können durchaus mehrere unterschiedliche Fehler in einem Baum enthalten sein.
Grundsätzlich können Baumdefekte zu Datenverlust führen. Sofern nicht auf eine Datensicherung zurückgegriffen wird, muss der Baumdefekt zunächst mittels eines Recover-Laufs behoben werden. Die Datenbank darf keinesfalls mit defekten Baumstrukturen weiterbetrieben werden, da dies unter Umständen zu Folgedefekten führen kann. Je nach Art des betroffenen Baumes sind verschiedene Maßnahmen sinnvoll:
- Baumverzeichnis Bei Defekten am Baum 0 sollte auf eine Datensicherung zurückgegriffen werden, da unter Umständen Teile des Datenbestandes nicht mehr erreichbar sind.
- Bäume, die Definitionen beinhalten Bei Datenverlust in den Definitionen sollte die aktuelle Datenbankdefinition eingespielt werden. Liegt keine aktuelle Definition vor, kann diese mittels OEM-Kit aus einer Sicherungsdatenbank erstellt werden. Sofern die Bäume 1 und 24 betroffen sind (Texte) kann auch ein Verlust von Anwendungsdaten auftreten.
- Bäume, die Datensätze beinhalten Bei einem Datenverlust fehlen anschließend Datensätze in der betroffenen Datei. Nach dem Recover ist immer eine Reorganisation aller Schlüssel der Datei notwendig. Durch Vergleich der Datensatzanzahl in der Datei vor und nach Recover und Reorganisation lässt sich feststellen, ob tatsächlich Datensätze verlorengegangen sind.
- Bäume, die einen Index enthalten Dieser Fall ist unkritisch. Nach dem Recover muss lediglich der betroffene Schlüssel reorganisiert werden. Ein Defekt eines Schlüsselbaumes hat keine Auswirkungen auf den Datenbestand.
- Speicherverwaltung Defekte in der Speicherverwaltung (Fehlernummer 11 bis 19) können durch ein Recover behoben werden. Es ist aber auf jeden Fall sicherzustellen, das auf dem Datenträger der Datenbank noch ausreichend freier Speicher verfügbar ist.
- Binäre Objekte Fehler bei binären Objekten (Fehlernummern 50 bis 52) können durch ein Recover behoben werden, wobei allerdings Datenverluste entstehen können.
- Baumzuordnung Fehler in der Baumzuordnung können nicht durch ein Recover beseitigt werden. Hier muss entweder eine Datensicherung verwendet werden oder eine manuelle Reparatur der Datenbank durch den Datenbankhersteller vectorsoft erfolgen.
- Satz- und Schlüsselanzahl der Dateien Bei abweichenden Werten wird der jeweilige Schlüssel mit "abweichend" markiert. Durch eine Reorganisation des betreffenden Schlüssels kann das Problem beseitigt werden.