Lizenz mit Softwareschutz (internetbasierte Lizenz)
Lizenz mit Softwareschutz (internetbasierte Lizenz) Lizenzschutz über Lizenz-Server
Die Lizenznummer wird in Form einer verschlüsselten Datei bereitgestellt (Identitätsdatei). Der Dateiname lautet c16_xxxxxx.idn, wobei in den Platzhaltern x die jeweilige Lizenznummer steht. Der Lizenzumfang ergibt sich genauso wie bei der Dongle-Lizenz aus der Lizenzdatei c16.lic.
Identitätsdatei und Lizenzdatei werden von der Serversoftware benutzt und müssen sich im Datenverzeichnis des Datenbankservers befinden. Die Serversoftware benötigt Leserechte auf die Lizenzdatei und Schreib-/Leserechte auf die Identitätsdatei. Mit Hilfe des CONZEPT 16-Control-Centers können die beiden Dateien automatisch in das Verzeichnis kopiert werden. Während des Betriebs des Servers können sowohl die Identitätsdatei als auch die Lizenzdatei zu Sicherungszwecken gelesen werden, die Identitätsdatei kann jedoch nicht überschrieben werden.
Es darf sich nur eine einzige Identitätsdatei im Datenverzeichnis des Servers befinden.
Netzwerkkommunikation
Das Lizenzverfahren setzt die Kommunikation des Datenbankservers mit vectorsoft-eigenen Service-Rechnern voraus, die nachfolgend als Lizenzserver bezeichnet werden. Die Kommunktion wird über das TCP/IP-basierte HTTP-Protokoll unter Verwendung einer Internet-Verbindung durchgeführt.

Zu diesem Zweck muss der CONZEPT 16-Server im Bedarfsfall (siehe Nutzbarkeit der Software ) über das Internet eine TCP/IP-Verbindung mit einem der Lizenzserver auf Zielport 80 herstellen können, um eine Lizenzabfrage durchzuführen. Aktuell sind vier Lizenzserver mit den Hostnamen sina1.c16.net, sina2.c16.net, sina3.c16.net und sina4.c16.net vorhanden.
Nutzbarkeit der Software
Die Identitätsdatei hat eine zeitlich beschränkte Gültigkeit, die durch regelmäßige Anfragen an einen Lizenzserver immer wieder verlängert wird. Die Nutzbarkeit der Serversoftware ist somit abhängig von der Durchführbarkeit von Lizenzabfragen. In den folgenden Fällen muss eine Lizenzabfrage unmittelbar beim Start des CONZEPT 16-Servers möglich sein, da ansonsten die Serversoftware nicht nutzbar ist:
- Bei der erstmaligen Verwendung der Lizenz.
- Bei einer Änderung der Rechnerkonfiguration des Datenbankservers.
- Bei einem Wechsel der Serversoftware auf einen anderen Rechner.
- Bei Verwendung einer früheren Version der Identitätsdatei.
Konnte sich der CONZEPT 16-Server mit einem Lizenzserver verbinden, stehen folgende Einträge in der Protokolldatei des Manager-Prozesses:
Successful connect to License Server sina1.c16.net
In allen anderen Fällen muss die Kommunikation zwischen Serversoftware und den Lizenzservern mindestens über einen zusammenhängenden Zeitraum von 15 Minuten innerhalb von 24 Stunden möglich sein, um die Durchführung einer Lizenzabfrage zu gewährleisten.
Konnte sich der CONZEPT 16-Server mit einem Lizenzserver verbinden, stehen folgende Einträge in der Protokolldatei des Manager-Prozesses:
License Identity file is valid (150012)
License is valid (CD150012MN/H, 100 user(s), release 5.5)
Successful connect to License Server sina1.c16.net
License Identity is valid thru ...
Nach einer erfolgreichen Lizenzabfrage wird in der Identitätsdatei eine zusätzliche Gültigkeitsdauer im Bereich zwischen 8 und 15 Tagen eingetragen. Während dieser Gültigkeitsdauer ist die Nutzung der Serversoftware auch ohne erfolgreiche Lizenzabfragen möglich, beispielsweise bei einer Störung der Internetverbindung. Wenn bis zum Ablauf der Gültigkeit keine erfolgreiche Lizenzabfrage mehr durchgeführt werden kann, ist die Serversoftware nach dem Ablaufzeitpunkt nicht mehr nutzbar. Rechtzeitig vor Ablauf der Gültigkeit werden die Nutzer durch geeignete Fehlermeldungen auf diese Problematik hingewiesen.
Übermittelte Daten in Lizenzabfragen
Bei einer Lizenzabfrage werden die folgenden Daten an einen Lizenzserver gesendet:
- Lizenznummer
- aktueller Lizenzschlüssel aus der Identitätsdatei
- Betriebssystemversion
- Menge des installierten Hauptspeichers
- Anzahl von logischen Prozessoren
- Hash-Wert des Rechnernamens
Die übermittelten Daten ermöglichen keine direkte Identifizierung des Lizenzanwenders. Anhand der übermittelten Lizenznummer kann jedoch eine Zuordnung der Lizenz zu einem bestimmten Anwender möglich sein.
Die Antwort des Lizenzservers enthält auch einen neuen Lizenzschlüssel, der in der Identitätsdatei gespeichert wird. Das Ergebnis der letzten Lizenzabfrage wird ebenfalls in der Identitätsdatei gespeichert und kann in den Lizenzinformationen von Lizenzen mit Softwareschutz eingesehen werden:
- Ungültige Lizenzabfrage (0) Die Lizenzabfrage konnte nicht erfolgreich durchgeführt werden. Nähere Informationen stehen im Protokoll des Manager-Prozesses. Die Gültigkeit der Lizenz wurde nicht verlängert.
- Erste Inbetriebnahme (1) Die Lizenz-Identitätsdatei wurde zum ersten Mal verwendet. Die Lizenzabfrage hat ein positives Ergebnis. Die Gültigkeit der Lizenz wurde eingetragen.
- Änderung der Konfiguration (2) Die Konfiguration des Rechners, auf dem der CONZEPT 16-Server installiert ist, hat sich geändert, oder der CONZEPT 16-Server wurde auf einem anderen Rechner installiert (siehe Änderung der Rechnerkonfiguration ).
- Lizenzabfrage mit korrektem Schlüssel (3) Die Lizenzabfrage wurde mit der aktuellen Lizenz-Identitätsdatei durchgeführt, Änderungen am Rechner wurden nicht vorgenommen. Dies sollte der Normalfall sein.
- Lizenzabfrage mit altem Schlüssel (4 und 5) Es wurde eine ältere Identitätsdatei verwendet. Dieses Ergebnis erfolgt, wenn eine ältere Identitätsdatei verwendet wird, aber auch bei einer Mehrfachnutzung der Lizenz.
Die Anfrage an den Lizenzserver und die darauf folgende Antwort, wird in der Datei c16_serv_mgr.http im Verzeichnis des Servers protokolliert. Die Datei kann mit einem beliebigen Text-Editor geöffnet und eingesehen werden.
Änderungen der Rechnerkonfiguration
Jede der folgenden Änderungen stellt eine Konfigurationsänderung des Datenbankservers dar:
- Änderung des verwendeten Betriebssystems (beispielsweise von Windows Server 2003 auf Windows Server 2008)
- Erhöhung oder Verringerung des installierten Hauptspeichers
- Änderung der Anzahl von logischen Prozessoren
- Änderung des Rechnernamens
Nach einer Konfigurationsänderung muss beim Start der Serversoftware eine erfolgreiche Lizenzabfrage durchgeführt werden, da ansonsten die Serversoftware nicht verwendet werden kann.
Installation auf einem anderen System
Die Installation und Inbetriebnahme der Serversoftware mit derselben Lizenz auf einem anderen Datenbankserver stellt eine Konfigurationsänderung dar. Es ist dabei zu beachten, dass zur Vermeidung einer Mehrfachnutzung die Serversoftware auf dem ursprünglichen Datenbankserver deaktiviert wird.
Verwendung von Datensicherungen
Bei Verlust der aktuellen Identitätsdatei kann die Sicherung einer beliebigen älteren Version der Identitätsdatei verwendet werden. Nach der Wiederherstellung der Identitätsdatei muss beim Start der Serversoftware eine erfolgreiche Lizenzabfrage durchgeführt werden, da ansonsten die Serversoftware nicht verwendet werden kann.
Kopierschutz
Der Kopierschutzmechanismus des Lizenzverfahrens gestattet maximal zwölf Konfigurationsänderungen (siehe Änderung der Rechnerkonfiguration ) oder Wiederherstellungen (siehe Verwendung von Datensicherungen ) pro Jahr wobei zwischen zwei Konfigurationsänderungen oder Wiederherstellungen ein Mindestabstand von dreißig Tagen eingehalten werden muss.
Bei häufigeren Konfigurationsänderungen beziehungsweise Wiederherstellungen oder kürzeren Zeitabständen kann unter Umständen vorübergehend keine erfolgreiche Lizenzabfrage mehr durchgeführt werden, wodurch sich die Gültigkeitsdauer (siehe Nutzbarkeit der Lizenz ) nicht mehr verlängert. Sollten aufgrund besonderer Umstände Konfigurationsänderungen oder Wiederherstellungen in kürzerem Abstand oder in größerer Zahl erforderlich sein, kann dies nach besonderer Abstimmung mit vectorsoft erfolgen.
Mehrfachnutzung
Der Kopierschutzmechanismus erkennt aufgrund von Art und Zeitpunkt der Lizenzabfragen einen gleichzeitigen Betrieb der Lizenz auf mehreren Datenbankservern. In diesem Fall erhält nur der Datenbankserver eine Verlängerung der Gültigkeit, auf dem die Serversoftware am längsten in Betrieb ist. Alle anderen Datenbankserver erhalten keine Verlängerung der Gültigkeit mehr, wodurch die Serversoftware nach Ablauf des Gültigkeitszeitraums auf diesen Rechnern nicht mehr genutzt werden kann.
Sonstiges
Wenn bei einer Lizenzabfrage eine Systemzeitdifferenz von mehr als einer Stunde zwischen Datenbankserver und Lizenzserver festgestellt wird, korrigiert die Serversoftware die Systemzeit. Falls die Systemzeit nicht korrigiert werden kann, akzeptiert die Serversoftware maximal eine Systemzeitdifferenz von 24 Stunden. Bei einer größeren Systemzeitdifferenz kann die Serversoftware nicht genutzt werden.